die_nacht_der_naechte_clip_hd_offiziell_2018_im_kino

In sehr eindringlichen Portraits erzählen die Schwestern Yasemin und Nesrin Samdereli von vier Paaren in Deutschland, Japan, Indien und den USA, die jeweils seit mehr als 50 Jahren gemeinsam durchs Leben gehen. So unterschiedlich die sozialen Kontexte der Paare auch sind, so sehr verbindet sie ihre lebenslange Bereitschaft, zueinander zu stehen - durch Höhen und Tiefen. Der Film urteilt nicht über damals und heute. Aber er verneigt sich in Hochachtung vor Menschen, die „in guten wie in schlechten Zeiten“ füreinander sorgen. Es ist schwer, diesen sehr sehenswerten Film ohne ein Lächeln zu verlassen: Ein Lächeln der Hochachtung und der Freude darüber, wie Menschen allen Widernissen des Lebens zum Trotz zueinander stehen können.

50 Jahre oder länger verheiratet zu sein oder in einer lebenslangen Beziehung zueinander zu stehen – das wirkt heutzutage nahezu unglaublich. Im Zeitalter der „Lebensabschnittspartnerschaften“ und boomender Dating-Plattformen scheint das Versprechen „in guten wie in schlechten Zeiten“ nicht mehr viel wert. In der Generation heutiger Großeltern war das noch ganz anders: Wer in den 1950er oder frühen 1960er Jahren geheiratet hat, für den war eine Scheidung ein fast undenkbarer letzter Ausweg.

Die Schwestern Yasemin und Nesrin Samdereli („Almanya – Willkommen in Deutschland“) haben vier Paare in Deutschland, Japan, Indien und den USA gefunden, die seit über fünf Jahrzehnten zusammenhalten. Vier Paare, die aus sehr unterschiedlichen kulturellen und sozialen Kontexten stammen, die aber ihre lebenslange Sorge füreinander eint.

Deutschland 2017, Regie & Buch: Yasemin und Nesrin Samdereli, 97 Minuten, freigegeben ohne Altersbeschränkung