Der Film des kanadischen Regisseurs Daniel Roher startet mit geheimen Aufnahmen in dem Flugzeug, in dem Nawalny am 20. August 2020 auf dem Weg nach Sibirien mit dem russischen Nervengift Nowitschok ermordet werden sollte. Nur durch eine Notlandung und eine Verlegung in die Berliner Charité – die seine Frau Yulia gegen den Willen der russischen Regierung durchsetzte – konnte er gerettet werden.

Im Zentrum des Films steht Nawalnys Aufenthalt im Schwarzwald, wo er sich nach seiner Krankenhaus-Entlassung aufhielt. Zusammen mit seiner Familie, seinem Team und Christo Grozev, dem bulgarischen Journalisten und führenden Russland-Ermittler bei Bellingcat, ist es ihm dort gelungen, das Attentat gegen ihn vollständig aufzudecken und international zu veröffentlichen.

Seit seiner Rückkehr nach Russland am 17. Januar 2021 sitzt Alexei Nawalny in Haft des Straflagers Pokrow in der Nähe von Moskau.

Am 22. März 2022 – inmitten des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine – wurde seine Strafe wegen angeblichen Betrugs auf neun Jahre Haft verlängert. Nawalnys Anwälte sind in Berufung gegangen und fordern Freispruch.

USA 2022 | Regie: Daniel Roher | 98 Minuten, FSK 12